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Kiwanis Ferienschulen

Eltern- und Schülerinformation für die Kiwanis-Ferienschule

Die Kiwanis-Ferienschule ist eine Initiative, die SchülerInnen helfen soll, während der Sommerferien ihre Leistungen in einzelnen Hauptfächern zu verbessern. Sie wurde 2009 von Petra Zai-Englert (Emmendingen) aus der Wiege gehoben und konzeptionell gemeinsam mit Mitgliedern des Kiwanisclub Emmendingen/Baden weiterentwickelt. Aufgrund ihres Erfolges und ihrer Nachfrage geht sie nun bereits im 7. Jahr wieder an den Start.

Das deutsche Schulsystem lässt wenig Zeit für eine intensive Nacharbeitung des gelernten Stoffes. Umso wichtiger ist es, SchülerInnen der Werkreal- und Realschulen zu helfen, Unterrichtsthemen des letzten Schuljahres in den Sommerferien zu wiederholen und zu festigen.

Gleichzeitig soll die Kiwanis-Ferienschule auch persönliche Kompetenzen fördern. Sie ist ein System, das Spaß am Lernen, passende Lernstrategien und den wertschätzenden Umgang mit anderen Menschen vermitteln soll. Selbstbewusstsein, Teamfähigkeit sowie Beziehungsfähigkeit der SchülerInnen sollen durch sie gestärkt werden.

Grundsätze der Kiwanis-Ferienschule

Die Kiwanis-Ferienschule findet zu Beginn der Sommerferien statt und dauert 2 Wochen. Um die Homogenität der Lerngruppen zu bewahren, nehmen nur Schülerinnen und Schüler der Werkreal- und Realschulen teil.

Die Kiwanis-Ferienschule besteht aus drei Komponenten, die untrennbar zueinander gehören: den Lernshops, dem gemeinsamen Mittagessen und den Workshops. Wer sich für die Kiwanis-Ferienschule anmeldet, nimmt deshalb auch an allen dreien teil.

LernbegleiterInnen rekrutieren sich vornehmlich aus Studierenden der Hochschulen für Soziale Arbeit, der Pädagogischen Hochschule und der Universität.

Die SchülerInnen melden sich grundsätzlich nur für ein Unterrichtsfach pro Woche an. Wer zwei Wochen teilnimmt, kann demnach maximal zwei unterschiedli-che Unterrichtsfächer besuchen.

Kinder aus finanziell schwächer gestellten Familien haben die Möglichkeit, für ihr Kind die Kiwanis-Ferienschule über eine Patenschaft oder Bildung und Teilhabe-Gelder finanzieren zu lassen. Eine Anmeldung für die Kiwanis-Ferienschule ist erst nach Bezahlung der Teilnahmekosten gültig. Der Teilnehmerbeitrag wird zu Beginn der Ferienschule vor Ort eingesammelt.

Lernshops

Die Lernshops dienen dazu, den Unterrichtsstoff des vergangenen Schuljahres zu wiederholen und zu festigen, um damit sicherer in den folgenden Schuljahren umgehen zu können. In den Lernshops werden die Fächer Mathematik, Deutsch und Englisch unterrichtet. Die Aufteilung in die Lernshops erfolgt über den Lehrplan der einzelnen Klassenstufen. Eine Gruppe besteht aus 4-7 SchülerInnen. Somit liegt der Gruppenteiler bei acht Kindern. Die Lernshops finden jeweils montags bis freitags am Morgen statt.

Die Kiwanis-Ferienschule hat Lernerfolge zu verzeichnen, die sich sehen lassen können. Zum Beispiel haben im Jahr 2011 14 SchülerInnen die Kiwanis-Ferienschule besucht, um nicht sitzen zu bleiben. Sie alle waren vor den Ferien „probeversetzt“ worden und hatten nach den Sommerferien eine Nachprüfung zu absolvieren. Das Ergebnis: Alle 14 SchülerInnen haben bestanden und wurden somit versetzt. Ebenfalls wurde im Jahr 2011 eine Umfrage gestartet, wie gut sich die Kinder vorbereitet fühlen auf die kommenden Schuljahre. Dabei gaben 92% der Befragten an, ihre Lücken gut aufgearbeitet zu haben, 39% davon sogar sehr gut. Ein Schüler, der ursprünglich nur für eine Woche angemeldet war, hatte seine Eltern zu überreden versucht, den Familienurlaub zu verlegen, um so auch an der zweiten Wochen teilnehmen zu können.

Workshops

Die Workshops sind ein fester Bestandteil der Kiwanis-Ferienschule und sind somit verpflichtend für jedes daran teilnehmende Kind. In den Workshops sollen vor allem Teamfähigkeit und Selbstbewusstsein der SchülerInnen gestärkt sowie ungeahnte Talente von ihnen selbst entdeckt werden. Deshalb werden ganz un-terschiedliche Workshops angeboten, wie z.B. Tanzen, Kunst, Theater, Sport, …

Bei der Anmeldung können Prioritäten in Bezug auf die Teilnahme an Workshops angegeben werden. Daraus ergibt sich jedoch nicht automatisch eine entsprechende Teilnahmeberechtigung. Wer zwei Wochen an der Kiwanis-Ferienschule teilnimmt, besucht grundsätzlich zwei unterschiedliche Workshops. Die Workshops finden jeweils montags bis donnerstags am Nachmittag statt. Freitagnachmittag ist frei.

Auch in den Workshops zeigten sich erstaunliche Ergebnisse: Eine der Schülerinnen zum Beispiel hatte im vorhergehenden Schuljahr keine mündlichen Leistungen erbracht, da sie sich nicht dazu überwinden konnte, im Unterricht zu sprechen. Im Theaterworkshop arbeitete sie bei der Aufnahme ei-nes Hörspiels mit. Mitte Oktober erfolgte dann die Rückmeldung ihrer Klassen-lehrerin: Seit den Sommerferien beteiligt sich dieses Mädchen aktiv mündlich am Unterricht und kann nun auch hier gute Leistungen verzeichnen. Im Kunstworkshop waren einige Teilnehmende zuerst nur, weil sie keine Lust auf andere Aktivitäten hatten. Niemand hätte sich zu Beginn träumen lassen, was diese Kinder am Ende der Kiwanis-Ferienschule mit nach Hause nehmen konn-ten: Jungs, die ihren Müttern Liebesbotschaften auf eine Leinwand malten und Mädchen, die nie von sich gedacht hätten, dass sie so viel Talent besitzen.

Mittagspause

Die Mittagspause findet Montag bis Donnerstag statt. Die SchülerInnen bleiben während dieser Zeit auf dem Areal der Kiwanis-Ferienschule.